Die Wohltätigkeitsorganisationen

Im Lager waren mehrere karitative Organisationen um die Flüchtlinge bemüht. Ohne die Hilfe dieser Mitarbeiter, die in der Regel noch vielfältige Unterstützung von ihren ausländischen Partnerorganisationen erhielten, wäre die Hilfe und Unterstützung so vieler Menschen in einem anfangs noch stark vom Krieg beeinträchtigten Land nicht möglich gewesen.

Die Organisationen engagierten sich um Geld- und Sachspenden, um die Menschen mit den elementarsten Dingen auszustatten. Es wurden Medikamente und medizinische Apparate besorgt, Bekleidung, Nahrungsmittel, Baracken aufgebaut. Für Flüchtlinge wurden gegebenenfalls Erholungsaufenthalte organisiert, und es wurde bald ım kulturellem Bereich viel getan, um den Menschen ein wenig Ablenkung zu verschaffen.

So waren nach und nach sowohl die katholische Kirche als auch die evangelische Kirche im Lager vertreten, darüber hinaus auch das Deutsches Rotes Kreuz (DRK), der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM), die Arbeiterwohlfahrt und der englische Kinderhilfsdienst Safe the Children Fund (SCF). Die karitativen Organisationen richteten u .a. Näh- und Bügelstuben ein, Bibliotheken, Lese-, Spiel- und Schreibzimmer, eine Krabbelgruppe, einen Kindergarten und einen Kinderhort.

Die Wohltätigkeitsorganisationen bildeten eine Arbeitsgemeinschaft, die gewisse Arbeitsbereiche untereinander aufteilten. Der wichtige Bereich der Kinderbetreuung im Lager wurde zum Beispiel so aufgeteilt, dass die Arbeiterwohlfahrt einen Kindergarten einrichtete, die Innere Mission eine Krabbelstube für ganz kleine Kinder und die Caritas einen Kinderhort für die älteren Kinder übernahm. Die Kinder wurden also unabhängig von ihrer Konfession nach ihren Bedürfnissen betreut.

Erste Anlaufstelle

Vor allem für die abgewiesenen Menschen bedeuteten die Wohltätigkeitsorganisationen im Lager meist die erste Anlaufstelle, die sich dieser Leute annahm, um ihn ihnen mit Rat und Hilfe beizustehen. Die kirchlichen Organisationen schufen mittels Spendengeldern eigens Mütter und Kinderheime außerhalb des Lagers, in denen abgelehnte Mütter mit ihren Kindern übergangsweise untergebracht werden konnten.

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